Urlaubsplanung mit Kind - was muss ich beachten? Tipps von unserer erfahrenen Weltenbummlerin Verena - von KOKADIne zu KOKADIne

Wie bei allem im Leben gibt es NICHT den EINEN richtigen Weg. Und beim Reisen macht man sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg. Als Eltern sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und handeln instinktiv richtig – wir müssen uns nur selbst vertrauen und uns gestatten, in uns selbst hineinzuhören. Wichtig ist, dass man in seinem INDIVIDUELLEN Komfortbereich unterwegs ist! Für Eskimos mag es normal sein, mit Babys in Felle gewickelt auf Huskyschlittenfahrt zu gehen. In der Mongolei lernen schon die Kleinsten auf Pferden zu reiten und wieder woanders ist etwas ganz Anderes für uns Unvorstellbares normal. Einfach, weil die Kinder in den jeweiligen Komfortbereich ihrer Eltern hineinwachsen! Da gibt es kein falsch oder richtig, gut oder böse, sondern nur verschiedene Wege! Ich persönlich finde, es ist wichtig, sich vorab Gedanken zu machen und dann eine fundierte und bewusste Entscheidung für sich und seine Familie zu treffen. Es gilt, unerwünschte Überraschungen zu vermeiden!

Hier möchte ich ein bisschen von UNSEREM Weg berichten. Nachdem es extrem viele Gedanken gibt, die ich vorab durchspiele, habe ich das Ganze auf 4 Themenbereiche aufgeteilt:

          1. Planung und Vorbereitung
2. Fliegen mit Baby
3. 
Wandern und größere Strecken mit Baby
4. 
Praktische Tipps für unterwegs

Mein Sohn ist inzwischen 18 Monate alt und war davon etwa ein halbes Jahr im Ausland. Mehr als die Hälfte der Zeit nur mit seiner Mama. Wir sind den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela gepilgert, sind entlang der (transsibirischen) Eisenbahn durch Russland, Mongolei, China, Kasachstan und Kirgistan gereist, waren in Australien, Italien, auf Mauritius und in Südkorea. Für mich bzw. uns und basierend auf unseren Erfahrungen waren wir in UNSEREM Komfortbereich unterwegs.

Ich habe hier nicht den Anspruch, euch eine vollständige Checkliste mitzugeben, denn der eigenen Kreativität soll keine Grenze gesetzt werden! Nichtsdestotrotz möchte ich einige in meinen Augen wichtige Anregungen für eure eigenen Gedankenspiele bieten, damit ihr euren eigenen Komfortbereich definieren könnt.

Jeder geht seinen eigenen Weg…man muss sich nur trauen, diesen auch zu finden. Wenn man den Wunsch zum Reisen spürt, dann heißt es, einen individuellen Weg für sich selbst zu finden! Wenn die innere Stimme sagt, dass man lieber daheimbleiben möchte, dann ist dies auch ein richtiger Weg! Wer sich in einem All-Inclusive-Resort wohler fühlt als zu Besuch bei Freunden oder gar einem Backpacking-Trip mit Kind, hat für sich und sein Kind eine wichtige Entscheidung getroffen! Wenn man im eigenen Komfortbereich unterwegs ist, dann strahlt man eine gewisse Freude und Souveränität aus…und genau das spüren vor allem die Kleinsten! Und auf unsere „Sicherheit“ in dem, was wir tun, vertrauen sie! Ich spreche hier aus meiner eigenen Erfahrung!

#1 Planung und Vorbereitung

Zuerst werdet ihr euch sicher Gedanken zum Reiseziel machen, und darauf bauen sämtliche weiteren Überlegungen auf.

Wie sicher ist das potentielle Urlaubsziel? Gesundheitlich & Politisch?

è    Die aktuelle Sicherheitslage lässt sich beispielsweise über die App „Sicher Reisen“ vom Auswärtigen Amt überprüfen. Mit Freunden und Familie vor Ort entscheidet man vielleicht ein wenig anders. Politische Unruhen würde ich persönlich aber immer vermeiden wollen. Mit Kind entscheide ich da einfach anders als ohne!

è    Gesundheitlich stellt sich die Frage, ob es ein Malaria-Dengue-Ebola-Zika-etc.-Gebiet ist, und ob ggf. gerade „Saison“ für diese (un-impfbaren) Krankheiten zum Reisezeitpunkt ist. Wie verbreitet sind diese Krankheiten dort, wohin ich reisen möchte? Kann man mit irgendwelchen Schutzvorkehrungen (z.B. Moskitonetz) das Risiko soweit minimieren, dass ich dann in meinem Komfortbereich unterwegs bin? Vorerkrankungen und Allergien sind sowieso mit dem Kinderarzt zu besprechen!

Zu welcher lokalen Jahreszeit habt ihr Zeit? Welche Temperaturen herrschen vor Ort?

è    Ist es gerade eiskalt oder herrscht dort hohe Luftfeuchtigkeit und ist es tropisch heiß? Ist vielleicht gerade Regenzeit bzw. Hurricane-Tornado-Zyklon-etc. Saison? Ist euer Kind besonders empfindlich auf hohe/niedrige Temperaturen?

è    Wie lange habt ihr Zeit? Welche Zeitverschiebung ist zum jeweiligen Reiseziel?

Bei einer Woche Aufenthalt hat sich eine Zeitverschiebung von max. +/-3 Stunden bewährt, das kann noch gut in der kurzen Zeit abgefedert werden. Bei 10-12 Stunden Zeitverschiebung nach Australien hat mein Kleiner in Richtung Osten 5 Tage gebraucht, um wirklich in der neuen Zeitzone anzukommen. In Richtung Westen hat er sich nach 4 Tagen daran gewöhnt. Der Verdauungsrhythmus hat sogar noch länger zur Umstellung gebraucht ;)! 7 Stunden Zeitverschiebung nach Südkorea und zurück liefen allerdings viel besser als erwartet. Er war jeweils (bis auf 2 Stunden) in der neuen Zeitzone angekommen. Auf dem Hinflug hat er kaum geschlafen, dann war es vor Ort schon der nächste Tag, hell und er aufgedreht, so dass er bis zum Abend mit wenig Schlaf in der Trage durchgehalten hat. Beim Rückflug dasselbe, da hat er besonders viele Stunden im Flieger geschlafen und entsprechend bis zum Abend bei uns ausgehalten. Mit 1 ½ Jahren ist er allerdings auch schon etwas größer…

Wie wollt ihr reisen? All-inclusive oder als Backpacker?

      Wenn ihr einen All-inclusive-Urlaub bevorzugt und ihr einen Transfer vom und zum Flughafen habt, dann stellt sich die Frage, ob ein Koffer nicht die bessere Alternative wäre. Bei häufigen Unterkunftswechseln finde ich persönlich einen Rucksack angenehmer. Ähnlich geht es mir mit der Trage für´s Kind. Ein Kinderwagen unterwegs wäre mir viel zu sperrig und kompliziert. Eine Babytrage hat ein kleines Packmaß, ist leicht und lässt sich auch im Flieger schnell verstauen. Ein Buggy wird oft als eigenes Gepäckstück gerechnet und kostet am Ende noch extra (Achtung bei Billig-Airlines à unbedingt vorher abklären).

è    Wenn ihr eine Ferienwohnung auswählt, hat das den Vorteil, dass oft eine Waschmaschine und Wasserkocher vorzufinden sind und man sich insgesamt viel flexibler selbst versorgen kann.

è    Klärt vor der Buchung die Bedingungen eurer favorisierten Unterkunft. Ist es eine kinderfreundliche Unterkunft oder gar eine Absteige nur für Erwachsene oder ältere Kinder? Kosten Kinder extra oder dürfen sie gratis im Elternbett nächtigen?

è    Schläft euer Kind daheim im Kinderbett, solltet ihr auch unterwegs versuchen, ein Kinderbett zu organisieren. In den meisten Unterkünften kann man so eines (gratis) dazu buchen. Ich rate euch, vor der Buchung mit den potentiellen Unterkünften in Kontakt zu treten und danach zu fragen. Nehmt aber ein Kuscheltuch oder ein Schnuffeltuch mit eurem Duft von zu Hause mit und legt es in das Kinderbett, damit es auch fern von zu Hause nach gewohnter Umgebung und euch riecht!

Wie entwickelt ist mein Reiseziel?

è    In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sind die Straßen nur so von Schlaglöchern gesäumt. Oft findet man auch keinen Bürgersteig. Schlaglöcher, schmale Wege, Stufen etc. haben mich bisher immer zur Babytrage anstelle von einem Buggy greifen lassen, um mein Kind zu transportieren. Und für mich war diese Entscheidung auch im Nachhinein gold-richtig.

è     Herrschen gesundheitliche Vorerkrankungen und bin ich auf eine entsprechende ärztliche Versorgung vor Ort angewiesen? Wie sieht es damit dort aus?

Wie läuft die Verständigung?

è    Sprecht ihr die Sprache vor Ort? Wenn nicht, wie gut kommt ihr mit Übersetzer-Apps klar? Lustig ist auch immer ein Bildwörterbuch à la „Point it“…da hat man dann auch gleich ein Bilderbuch für die Kleinen als Spielzeug ;)!

Welche Verkehrsmittel wollt ihr zur Anreise und vor Ort nehmen?

è     Reist ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto an?

è    Nehmt ihr euch einen Mietwagen vor Ort?

Natürlich sollte man sich vorab zu Verkehrsrichtlinien, Geschwindigkeiten und sonstigen Vorschriften informieren. Einen Kindersitz kann man meist für einen kleinen Aufpreis dazubuchen. Bei Linksverkehr fahre ich beispielsweise lieber Automatik…

è    Fahrt ihr vor Ort mit dem Taxi?

Nicht immer lässt sich ein Taxi mit Kindersitz organisieren, wenn man keinen eigenen mitnehmen will (Achtung: Kindersitze unterliegen weltweit unterschiedlichen Normen und sind nicht immer kompatibel). Ein Kompromiss ist folgender Trick, der sich bei uns bewährt hat: derjenige mit dem Kind in der Babytrage, sitzt im Taxi hinten. Man schnallt sich zwischen Kindskörper und eigenem Körper an. Das Kind ist ja in der Trage fixiert und der Kopf wird durch die Hand vor Erschütterungen geschützt.

è    Zum Fliegen schreibe ich euch noch einmal extra was zusammen ;)

Was solltet ihr einpacken?

è    Auf jeden Fall immer Lieblings-Stücke einpacken. So geht man sicher, dass man das auch verwendet, was dabei ist. Alternativ neue Sachen eine Woche lang zu Hause ausprobieren, und auf Herz und Nieren testen, ob sie sich zur Mitnahme bewähren. Insgesamt sollte man sich zurückhalten und aufpassen, dass man nicht zu viel einsteckt ;)!!! Ein Trick für die Kinderklamotten ist, zu beobachten, wie viele und welche Klamotten durchschnittlich in 1 Woche in der Wäsche landen. Und nur so viel dann einstecken. Ansonsten vor Ort 1x pro Woche waschen. Bei den eigenen Klamotten „Allrounder“ einstecken, und nicht für jede Aktivität ein eigenes Outfit mitnehmen.

è    Ggf. muss man die „Routine“ imitieren, beispielsweise das Moskitonetz am Kinderbett ein paar Tage lang auf Alltagstauglichkeit testen. Am Ende stellt sich daheim schon raus, dass man noch einen Aufhänger oder so zusätzlich benötigt, um es tatsächlich vor Ort verwenden zu können ;)!

è    Wenn ihr länger unterwegs seid, steckt für die Kleinen größere Klamotten ein. Am Anfang der Reise sind sie zu groß, irgendwann passen sie und dann sind sie knapp. So ging es uns nach 10 Wochen Reise (während mein Sohn 7-9 Monate alt war) und ich hatte Kleidung in 1 ½ Größen zu groß eingesteckt.

è    Vorher informieren, ob im Reiseland ein Adapter benötigt wird.

è    Stirnlampe, Tagesrucksack, Sonnenkappe, und Notfallbesteck bzw. Klappbecher bewähren sich meistens.

è    Wenn es besonders heiß zum Reisezeitpunkt im Reiseziel ist, dann könntet ihr euch überlegen, ob der Blend eurer Trage gut dazu passt. Eine besonders kuschelige, dicke Trage ist vielleicht eher für kühlere Temperaturen!

è    Wenn es etwas kühler ist, dann ggf. KOKADI-Stulpen mitnehmen. Und insgesamt auf die Zwiebeltechnik setzen – also mehrere Schichten Klamotten übereinander zu tragen! Bei besonders kalten Temperaturen hat mein Kleiner immer einen Fleeceanzug über seinen Klamotten getragen; Wollwalkanzüge oder Softshellanzüge je nach Präferenz klappen sicher genauso gut!

è    Ebenfalls war ich immer glücklich über meine Jackenerweiterung. So konnte ich meine Lieblings-Windjacke tragen und meinen Sohn in der Tragehilfe unter meiner Jacke zum Kuscheln haben. Das war nicht nur bei Kälte praktisch, sondern auch, wenn es sehr windig war.

è    Für den Strand bin ich mit UV-Bekleidung und natürlich Sonnenhut und Sonnencreme für meinen Kleinen gut gefahren. Der beste Sonnenschutz ist grundsätzlich langärmelige Kleidung.

è    Schwimmwindeln und Badeschuhe als Schutz für Scherben zum Eintreten waren auch ein guter Trick. Wer gerne mit der Trage zum Baden geht, kann sich überlegen, mit seinem Schatz im Aquasling oder Ähnlichem baden zu gehen. #Kokadi bietet auch zum Tragen beim Baden mehrere Ideen ;)!

è    Erste-Hilfe-Päckchen finde ich super wichtig und würde mich vom Arzt bzw. Apotheker individuell (ggf. Allergien) zum Inhalt beraten lassen. Durchfall ist eine häufige Erkrankung unterwegs und für die Kleinen nicht zu unterschätzen. Um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, habe ich mir sagen lassen, ist Apfelsaft ergänzend ein gutes Hausmittelchen im Notfall! Wenn für die gängigsten Wehwehchen was dabei ist, kann man vor Ort immer noch zum Aufstocken Apotheken ansteuern – außer, man ist gerade in der Wildnis unterwegs! Echte Allround-Talente sind Klebebänder (Fixierpflaster) und Desinfektionssprays! Mit dem Klebeband aus dem Erste-Hilfe-Päckchen konnte ich schon einmal meinen Rucksack beschriften und kaputtgegangene Sachen flicken…

è    Abhängig vom Reiseziel und der Unterkunftsart: Koffer vs. Rucksack, Regenschirm vs. Poncho etc.

è    Für meinen Kleinen habe ich eine spezielle Waschlotion. Die habe ich in kleinere Shampoo-Fläschchen für meinen Bedarf meiner Reisedauer abgefüllt. Ich habe nur so viel dabei, wie ich auch benötige…

è    In größeren Orten und Städten findet ihr immer sowas wie Windeln und Milchpulver und was man sonst noch so braucht. Im Zweifelsfall fragt Bekannte vor Ort oder eure Unterkunfts-Vermieter nach der Versorgungslage. Wenn ihr mit Waschmaschinen gut ausgestattet seid, wäre es beispielsweise eine Überlegung wert, auf Stoffwindeln umzusatteln. Aber auch hier gilt, Neues schon mehrere Wochen vor Reiseantritt daheim zu etablieren. Unterwegs sollten solche Dinge für euch Routine sein, damit ihr vor Ort den Kopf für unplanbare Dinge frei habt.

Welche Gedanken muss man sich zur Gesundheit machen?

è    Ich schwöre auf das Tropeninstitut. Die Ärzte dort haben einfach unglaublich viel Know-How, Reisen und Medizin sind ihre Fachgebiete. Und für Kinder gelten oft andere Regeln als für Erwachsene. Ich habe meinem Sohn basierend auf dieser Beratung beispielsweise 2 Impfungen geben lassen, die nicht im herkömmlichen Impfplan vorgesehen waren.

è    Mein Mann und ich hatten einen speziellen Erste Hilfe Kurs für Babys absolviert. Den würde ich allen (werdenden) Eltern ans Herz legen. Auch zu Hause kann etwas passieren und es ist besser, selbst schnell reagieren zu können, anstatt auf (Erste) Hilfe warten zu müssen. Teilweise findet man übrigens auch online-Kurse ;)!

è    Wir haben eine Auslandskranken-Versicherung und Bergeversicherung abgeschlossen. Bei den meisten Tarifen sind eigene Kinder inkludiert – man muss sie nur namentlich bei der jeweiligen Versicherung anmelden. Für die USA benötigt man beispielsweise höhere Deckungssummen und ggf. spezielle Versicherungen. Individuelle Beratung hilft euch sicher weiter!

Welche Vorkehrungen sollte man treffen?

è    Bei den meisten Ländern, die einen Pass benötigen, muss dieser noch 6 Monate nach Ausreise gültig sein. Die Beantragung eines neuen Passes kann länger dauern, oft bis zu 6 Wochen. Kinderpässe sind meistens relativ einfach zu bekommen, außer für die USA, da braucht man nämlich einen aktuellen Erwachsenenpass. Über aktuelle Voraussetzungen und ggf. auch Visa informiert allerdings das Auswärtige Amt. Diese Vorlaufzeiten unbedingt im Blick behalten!

è    Im Falle eines Notfalls muss es schnell gehen. Deswegen ist Vorbereitung das A und O! Bei unseren Reisen hat sich bewährt, die jeweiligen Deutschen Botschaften (oder Konsulate) am Reiseziel vorab zu kontaktieren und nach Empfehlungen für (deutschsprachige) Krankenhäuser und Kinderärzten vor Ort zu bitten. Die Adressen und Kontaktdaten der Botschaft sowie der Ärzte hatte ich immer griffbereit.

è    In Europa lautet die Notrufnummer 112. In anderen Ländern gelten oft andere Notrufnummern. Wenn man sich vorab darüber informiert, bricht man im echten Notfall nicht in Panik aus…

Wie kann ich mich sonst noch vorbereiten?

è    Es bietet sich an, sich zu Feiertagen am Reiseziel zu erkundigen. Lokale Feiertage können nämlich Auswirkungen auf den Verkehr aber auch auf die Öffnungszeiten von Geschäften haben. Im Ramadan kann es vorkommen, dass man tagsüber nur äußerst schwierig Lebensmittel organisieren kann. Wenn man das vorher weiß, kann man sich anders darauf vorbereiten.

è    Wenn ich jemandem nicht vertraue und meinen Pass vorweisen muss, dann gebe ich lieber eine Kopie als mein Original aus der Hand. Diese Kopien mache ich schon vorab zu Hause.

è    Diebstahl ist etwas sehr Ärgerliches. Für den Fall der Fälle sorge ich beispielsweise folgendermaßen vor: Ich schieße Fotos von meinem Pass und sämtlichen (Kredit-)Karten. Diese Fotos sind nicht nur auf meinem Handy, sondern auch auf meiner eMail-Adresse gespeichert. Sollte ALLES weg sein, könnte ich mich bei der Botschaft in meinen eMail-Account einloggen und auf meine Ausweisdokumente virtuell zugreifen um mich auszuweisen. Außerdem kann man so bei der Bank anrufen und zum Sperren der Kreditkarte seine Nummer nennen. (Telefonnummer der Bank am besten vorab griffbereit haben!)

è    Sollten einmal Geld und Kreditkarten weg und ihr blank sein. Sucht euch eine Western Union Filiale und lasst euch von Freunden oder Verwandten Geld schicken. Mit dem Pass könnt ihr euch ausweisen und Geld in Empfang nehmen, wenn es schnell gehen muss. Das Netzwerk von Western Union ist riesig…nur um ein Beispiel zu nennen. Alternativen gibt es natürlich immer!

è    Es ist immer hilfreich, wenn man kurz vor Abflug ggf. noch den Wechselkurs bei Reisezielen mit Fremdwährung überprüft. Meistens gibt es Geldautomaten, die einem mit den gängigen Kreditkarten Geld ausspucken (Gebühren mit der eigenen Bank ggf. vorab klären oder ein Konto bei einer Internetbank mit weltweiter gratis Abhebung eröffnen). Andere Male sollte man von zu Hause schon genügend Euro oder Dollar besorgen und diese dann vor Ort wechseln.

è    Erkundigt euch vorab schon, welcher Mobilfunkanbieter die beste Netzabdeckung hat. Dann wisst ihr, wo ihr euch eine lokale SIM-Karte besorgen könnt!

è    Es gibt einige Apps, die meines Erachtens das Leben eines Reisenden erleichtern. Hier eine kleine Auswahl meiner eher ungewöhnlichen Favoriten, die ich an eurer Stelle schon vor Reiseantritt im heimatlichen WLAN downloaden würde:

o   ICE = in case of emergency à Name, Blutgruppe und Notfallkontakt können auf dem Startbildschirm hinterlegt werden.

o   Sicher Reisen à Sämtliche Infos zu den Reisezielen vom Auswärtigen Amt können hier nachgelesen werden. Zur Pinnwand kann man seine nächsten Reiseziele auch hinzufügen und wird bei Updates automatisch über PUSH-Benachrichtungen informiert.

o   Fit for Travel à sämtliche reisemedizinischen Tipps sind hier zu finden. Von Klimatabellen über Impf-Empfehlungen basierend auf euren Reiseländern sowie Erste Hilfe Tipps.  

                          Eine meiner Lieblings-Apps!

o   Google Translator à die gängigsten Sprachen kann man auch für den offline-Gebrauch herunterladen. Über das Mikrofon spricht man ganze Sätze rein und das Handy übersetzt das in die Zielsprache per Lautsprecher. Mit lokaler SIM-Karte gibt es noch mehr hilfreiche online-Funktionen. In China hat uns das echt gerettet!

o   VPN à wenn wir gerade bei China sind…ohne VPN kann man nicht mal Facebook, WhatsApp oder GoogleMail abrufen. Und auch sonst gewährleistet ein VPN eine sichere Verbindung, wenn man sich zum Beispiel in offene WLANs einwählt.

o   Google Maps à um den Datenverbrauch nicht unnötig zu strapazieren, lade ich vorab schon Offline-Karten meiner Zielregion herunter. Fährt man mal Taxi, kann man die Strecke auch gleich am Display mitverfolgen und vermeiden, über´s Ohr gehauen zu werden.

o   Uber / Yandex/Kakao etc. à in Russland sind wir recht viel über diese Taxi-Apps gefahren. Die Preise waren günstig und es gab keine Diskussionen über den vorgegebenen Preis. Außerdem war immer klar, wohin wir wollten, weil man sein Ziel vor Fahrtantritt selbst in der Karte auswählt. Schaut mal nach, wohin ihr reist, ob es ggf. auch eine lokale Taxi-App dieser Art gibt (in Südkorea zum Beispiel „Kakao“)!

Insgesamt kennt niemand euer Kind so gut wie ihr! Wenn es daheim auf bestimmte Dinge sensibel reagiert, und sind diese Dinge noch so klein, dann werdet ihr das unterwegs sicher noch deutlicher merken!

Wenn ihr euch bei irgendeinem Thema nicht sicher seid, dann fragt bei Spezialisten nach Rat! Ärzte würde ich bei medizinischen Themen sowieso präventiv vorab konsultieren!

Ein grobes Gerüst an Vorbereitung gibt Sicherheit. Details kann man selten planen, weil man wegen der Kleinen flexibel bleiben muss. Außer, ihr seid bereit, Geplantes immer wieder umzuwerfen. Abgesehen davon bietet es sich an, viele Routinen von zu Hause zu übernehmen. Und wenn ihr vorher schon wisst, dass bestimmte Routinen vor Ort von Nutzen sein werden, dann versucht, euch solche Routinen bereits daheim „anzutrainieren“.

 

Und ansonsten…ihr werdet die richtige Entscheidung für euch und euer Kind treffen! Viel Spaß und eine intensive Zeit miteinander J!

Eure Verena aka „Mama Weltenbummel“

 

P.S.: Was sind eure ultimativen Tipps zur Planung und Vorbereitung???

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.